Taelo in Deutschland einsetzen
Diese Seite beantwortet eine Frage: Darf ich in Deutschland Firmen per E-Mail anschreiben, die mich nicht darum gebeten haben? Sie ordnet die Regel ein, nennt die Fälle, in denen Kampagnen gut passen, und sagt, was Taelo dazu beiträgt und was nicht.
Das ist keine Rechtsberatung. Ob ein bestimmter Kontakt angeschrieben werden darf, entscheiden Sie als Versender. Im Zweifel fragen Sie einen Anwalt für Wettbewerbsrecht.
Kurz gesagt
- E-Mail-Werbung braucht in Deutschland grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, auch im B2B.
- Für Bestandskunden gibt es eine Ausnahme mit klaren Bedingungen.
- Der CRM-Teil von Taelo (importieren, bereinigen, Websites lesen, den nächsten Schritt vorschlagen) versendet nichts. Ohne Tarif ist Versand gar nicht möglich.
Was das Gesetz sagt
Nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG ist Werbung per elektronischer Post eine unzumutbare Belästigung, wenn keine vorherige ausdrückliche Einwilligung des Empfängers vorliegt. Die Vorschrift unterscheidet nicht zwischen Verbrauchern und Unternehmen: Auch der Einkaufsleiter eines Zulieferers ist Adressat im Sinne des Gesetzes.
§ 7 Abs. 3 UWG macht eine Ausnahme für Bestandskunden. Sie greift, wenn alle vier Bedingungen erfüllt sind:
- Sie haben die E-Mail-Adresse im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Ware oder Dienstleistung vom Kunden selbst erhalten,
- Sie werben für eigene, ähnliche Waren oder Dienstleistungen,
- der Kunde hat der Verwendung nicht widersprochen, und
- Sie weisen bei der Erhebung und bei jeder Verwendung klar darauf hin, dass er jederzeit widersprechen kann, ohne dass dafür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
Daneben gilt der Datenschutz: Wer personenbezogene Daten für die Ansprache verarbeitet, braucht dafür eine Rechtsgrundlage und muss die Betroffenen informieren. Wie Taelo das für die eigenen Leadquellen handhabt, steht in der Datenschutzerklärung.
Wofür Taelo-Kampagnen in Deutschland gut passen
- Bestandskunden: innerhalb der Grenzen von § 7 Abs. 3 UWG, etwa für ein ähnliches Produkt, eine neue Leistung oder ein Nachfolgemodell.
- Kontakte mit Einwilligung: wer Ihnen ausdrücklich erlaubt hat, per E-Mail über Ihr Angebot informiert zu werden.
- Antworten auf Anfragen: wenn ein Kontakt sich selbst an Sie gewandt hat und Sie auf genau diese Anfrage eingehen.
- Kontakte in anderen Märkten: Andere Länder regeln die Ansprache von Firmenadressen anders. Welche Regel gilt, hängt vom Land des Empfängers ab; prüfen Sie es je Zielmarkt.
Und Messekontakte? Eine auf der Messe übergebene Visitenkarte ist nicht automatisch eine Einwilligung in Werbe-E-Mails. Ob sie im Einzelfall reicht, hängt davon ab, was vereinbart wurde. Für Listen ohne eine solche Vereinbarung ist der CRM-Teil von Taelo gebaut: bereinigen, zuordnen, die Websites dahinter lesen und je Kontakt den nächsten Schritt vorschlagen. Versendet wird dabei nichts.
Wurde am Stand etwas vereinbart, schreibt Taelo nach der Messe genau das und nur das:
- Nach der Messe sortiert die Abendrunde die Gespräche vom Stand. Von selbst entsteht ein Entwurf nur, wenn am Stand ein Schritt vereinbart wurde, und zwar genau eine Mail je Schritt.
- Beim Schritt Angebot kommt eine Erinnerung hinzu, 7 Tage nach der ersten Mail. Sie entfällt, sobald der Kontakt antwortet, und geht nur mit ihrer eigenen Freigabe raus.
- Ohne Freigabe geht nichts raus. Jeden Entwurf geben Sie selbst frei, bevor er geplant wird.
- Bestandskunden bekommen keine Interessenten-Mail. Für sie legt Taelo stattdessen eine Aufgabe bei ihrem Betreuer an.
Was Taelo technisch beiträgt
- Freigabe der ersten Mail. Jede erste Mail einer Kampagne geben Sie einzeln frei; ohne Freigabe geht sie nicht raus. Die Nachfassmails der Sequenz folgen danach ohne erneute Freigabe.
- Stopp bei Antwort. Antwortet ein Mensch (oder lässt sich eine Antwort nicht sicher einordnen), endet die Sequenz für diesen Kontakt.
- Abmeldung. Jede Mail trägt einen sichtbaren Abmeldelink und die Kopfzeile für die Abmeldung mit einem Klick, die E-Mail-Programme direkt anbieten.
- Sperrliste. Abmeldungen, Beschwerden und harte Unzustellbarkeiten landen auf der Sperrliste Ihres Workspace. Sie wird vor jedem Versand geprüft und beendet laufende Sequenzen.
- Herkunft. Jeder Kontakt hat ein Feld für seine Herkunft; beim Import lässt es sich aus einer Spalte füllen. Kommt eine Adresse aus einer Taelo-Leadquelle, hält Taelo die Quelle selbst fest und nennt sie in der ersten Mail.
- Absenderangaben. Vor dem ersten Versand verlangt Taelo Ihren Absendernamen und Ihre Postanschrift; beides steht unter jeder Mail. Versendet wird aus Ihrem eigenen Postfach, unter Ihrem Namen.
Was Taelo nicht tut
- Taelo prüft nicht, ob Sie einen Kontakt anschreiben dürfen.
- Taelo erfasst keine Einwilligungen und führt keinen Einwilligungsnachweis.
Die Verantwortung für Inhalt und Empfänger jeder Kampagne liegt beim Versender. Taelo stellt das Werkzeug bereit und macht nachvollziehbar, was wann an wen ging.
Fragen
Schreiben Sie uns an hello@taelo.net. Zu Ihrem konkreten Fall beraten wir nicht, aber wir sagen Ihnen genau, was Taelo tut und was nicht.